By Werner Hechberger

Es dürfte nur wenige Aspekte der mittelalterlichen Geschichte geben, die nicht in irgendeiner shape mit Adel, Ministerialität und Rittertum in Verbindung stehen. Der Adel conflict nicht nur die wichtigste, sondern im Grunde sogar die einzige Elite, die alle Bereiche von Gesellschaft und Politik nahezu unangefochten beherrschte. Das Buch gibt einen Überblick über die zahlreichen Aspekte des Themas - von der Entstehung des Adels, den geistesgeschichtlichen Traditionen, in denen er stand, seinen materiellen Grundlagen sowie seinen Werten und Leitbildern, den Beziehungen zum Königtum, seiner Bedeutung in der mittelalterlichen Kirche, der Struktur der adligen Familie und der Rolle des Rittertums für adliges Selbstverständnis und soziale Mobilität bis hin zu der Frage, ob der Adel im späten Mittelalter in eine Krise geriet und seine Vorbildfunktion verlor. Da gerade die zentralen Fragen in der heutigen Mediävistik umstritten sind, wird der Forschungsgeschichte große Beachtung geschenkt.

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Eine qualitative Veränderung wird in der Zeit Lothars III. erkennbar, als erstmals von Reichsministerialen (ministeriales regni) gesprochen wird. Dies dürfte auf die nach dem Aussterben der Salier 1125 notwendige gewordene Unterscheidung zwischen dem Reichsgut und dem Hausbesitz des Königs zurückzuführen sein. Die Herausbildung eines standesspezifischen Selbstbewusstseins zeigt eine Nachricht der Pöhldener Annalen zum Jahre 1146: Ministeriale des Reiches und anderer Herren trafen sich aus eigener Initiative und hielten Gerichtstage ab.

Schulz). In vielen Bischofsstädten ist erkennbar, dass mit dem Ende der bischöflichen Stadtherrschaft (gewöhnlich im 13. Jahrhundert) allenfalls ein Teil der Ministerialen die Stadt verließ, während führende Positionen in der Selbstverwaltung wie auch im Wirtschaftsleben (Geld- und Wechselgeschäfte, Handel) nach wie vor von Bürgern bekleidet wurden, die aus der Ministerialität stammten. Diese bildeten einen wichtigen Teil des Meliorats bzw. des Patriziats. Für einige dieser Städte wird man von einem Stadtadel sprechen können, der sich weder im Selbstbewusstsein noch in der Lebensweise prinzipiell vom niederen Landadel unterschied.

Dennoch entwickelte sich auch in diesen Regionen eine vertikale Zweiteilung des Adels, die in den habsburgischen Gebieten sogar in der landständischen Verfassung ihren Niederschlag fand: Die Unterscheidung zwischen ministe- Unauthenticated Download Date | 6/13/16 10:03 AM 7. Ministerialität 33 riales und milites legte die Grundlagen für Herren- und Ritterstand. Nicht zuletzt bekleideten Ministeriale bzw. niedere Adlige die seit etwa 1300 neu geschaffenen Ämter der Landesherrschaft. Letztlich dürfen die erfolgreichen Karrieren von Ministerialen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch Phänomene des sozialen Abstiegs gab, die in den Quellen naturgemäß seltener zu finden sind und sich größenmäßig kaum erfassen lassen.

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Adel, Ministerialität und Rittertum im Mittelalter by Werner Hechberger


by Jeff
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